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Homöopathie SVHA |
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Leitfaden zur Behandlung mit homöopathischen Heilmitteln
Wobei kann Homöopathie helfen?
Homöopathie
ist einsetzbar bei allen Krankheiten, die keiner chirurgischen
oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Ein sorgfältig
ausgewähltes homöopathisches Arzneimittel heilt schnell, sanft,
sicher, ohne gravierende Nebenwirkungen und dauerhaft auch schwere
akute und chronische Erkrankungen wie Migräne, Neurodermitis,
Asthma bronchiale, Colitis, rheumatische Erkrankungen u.v.a., für
die sonst nur Linderung, aber keine Heilung möglich ist. Dies
gilt auch für akute Krankheiten bakterieller oder viraler Natur.
Solange der Organismus zu einer Reaktion auf die Arznei fähig
ist, kann ein homöopathisches Mittel heilen! Wie wirkt ein homöopathisches Arzneimittel?
Man
kann sich die Wirkung von homöopathischen Heilmitteln vorstellen,
als käme der Person eine Nachricht zu, die sie befähigt, ihre
Selbstheilungskräfte optimal einzusetzen. Jeder Mensch hat
"seine" Krankheit und braucht folglich auch
"sein" Heilmittel! D.h.: nicht nur die Krankheit wird
behandelt, sondern der ganze Mensch. Es gibt immer nur eine
Substanz zur Zeit, die genau auf das aktuelle Beschwerdebild
passt. Das Arzneimittel muss - aufgrund der Gesamtheit der
Symptome -individuell passend für den einzelnen Patienten gewählt
werden. Bei der Beurteilung der Reaktion auf das Mittel müssen sowohl körperliche als auch Geistes- und Gemütssymptome erfasst und entsprechend beurteilt werden. Nach der Einnahme können alte, derzeit verborgene Krankheitszeichen kurz wieder aufflackern. Die Erstreaktion deutet darauf hin, dass der Organismus den Heilungsprozess eingeleitet hat. Was sind homöopathische Arzneimittel?
Natursubstanzen
sind nur Arzneien, wenn sie die Kraft besitzen, das menschliche
Befinden zu ändern. Diese Kraft kann nur durch einen
entsprechenden Versuch bestimmt werden. Die Erforschung der
Wirksamkeit homöopathischer Mittel erfolgt am gesunden Menschen
durch die Arzneimittelprüfung (in der Regel an homöopathischen
Ärztinnen und Ärzten).
Ausgangsstoffe
für die Herstellung homöopathischer Heilmittel sind zu ca. 80 %
pflanzliche Substanzen, zu 15 % mineralischen und zu 5 %
tierischen Ursprungs. Durch das spezielle Herstellungsverfahren
(Potenzierung, Verreibung oder Verschüttelung) kann die Arznei in
geringsten Substanzmengen eingesetzt werden. Anhaltende
gravierende Nebenwirkungen sind dadurch praktisch unmöglich.
Die
üblichste Form der Mittel sind die Globuli, auf Rohrzuckerbasis,
die mit der Arznei benetzt werden. Auch andere Darreichungsformen
sind erhältlich wie z.B. Tabletten auf Milchzuckerbasis und
Tropfen. Flüssige Arzneizubereitungen sind für Alkoholiker nicht
geeignet.
Was
bedeuten die Buchstaben und Zahlen nach dem Namen des Heilmittels?
Bei den D-Potenzen Wird das Mittel im Verhältnis 1:10 mit einer
Trägersubstanz, Alkohol oder Milchzucker, verschüttelt oder
verrieben. Die Zahl gibt die Verdünnungsstufen wieder. C-Potenzen
werden im Verhältnis 1:100 und LM- oder Q-Potenzen im Verhältnis
1:50 000 potenziert. Der Potenzierungsgrad sagt etwas aus über
die Kraft des Heilmittels, eine Veränderung zu
bewirken. Ausschlaggebend für den Erfolg der Behandlung ist in erster Linie die Gabe des passenden Mittels, nicht: die gewählte Potenz. Homöopathische Arzneimitte sollen (wie andere Arzneimittel auch) vor Nässe großen Temperaturschwankungen, direkter Sonnenbestrahlung und anderen Energiequellen geschützt aufbewahrt werden. Bei der Flugabfertigung ist es sicherer; die homöopathischen Heilmittel nicht im Gepäck über das Band laufen zu lassen (Bsp. Bachblüten) Wie arbeitet ein homöopathischer Arzt?
Bei
der Behandlung chronischer Erkrankungen wird durch eine
ausführliche ein- bis zweistündige Fallaufnahme
ein möglichst exaktes Bild des Kranken und der Krankheit in allen
Facetten seines körperlich-seelisch-geistigen Seins erstellt.
Dieses Bild wird in Ähnlichkeit mit der Wirkung eines homöopathisch
geprüften Arzneimittels gesetzt. Eine homöopathische
Verschreibung muss sich also immer auf die spezifische Symptomatik
eines individuellen Patienten beziehen. Eine Verschreibung nur
aufgrund von Diagnosen oder die Verabreichung homöopathisch
ungeprüfter Substanzgemische entspricht nicht der Arbeitsweise
homöopathischer Ärzte. Die Bezeichnung "Arzt mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie" ist geschützt und kann nur durch eine entsprechende Ausbildung erworben werden. Die jeweiligen nationalen Ärztegesellschaften (DZVhÄ, ÖGHM, SVHA) organisieren und kontrollieren die Ausbildung und bürgen für eine entsprechende Qualifikation. Wie nehme ich homöopathische Arzneimittel ein?
Grundsätzlich
nimmt man bei höheren Potenzen ab = CI 2/D 12 zunächst einmal
eine Gabe, also ca. zwei Globuli, und lässt diese unter der Zunge
zergehen. Gleichzeitig und unmittelbar danach sollte der Patient
nichts essen, trinken oder rauchen. Wiederholt wird das Mittel frühestens
dann, wenn die Reaktion auf die erste Gabe nachlässt.
In
akuten Fällen (aber auch bei der Benutzung niedriger Potenzen)
kann eine schnelle Wiederholung des Mittels erforderlich sein. In
Akutfällen kann das Mittel zusätzlich auch in Wasser aufgelöst
getrunken werden. Das Trinkgefäß soll nur für ein Heilmittel
benutzt und dann entsorgt werden, damit nicht der nächste
Benutzer eine Minidosis des Mittels unfreiwillig einnimmt. Bei Tropfen soll das Fläschchen vor der Einnahme einige Male geschüttelt werden, um die Energie des Heilmittels ein wenig zu verstärken. Die Wirkung des Heilmittels setzt in dem Augenblick ein, in dem die Person damit in Berührung kommt. Trotzdem wird meistens nicht sofort eine Änderung des Befindens bemerkt. Bei akuten Zuständen kann schon nach wenigen Minuten Linderung eintreten, bei chronischen Leiden rechnet man mit Tagen. Manchmal nehmen die Beschwerden für einige Stunden bis Tage zu, das nennt man Erstverschlimmerung. Es ist ein Zeichen, dass das Mittel gut gewählt ist, wenn sich anschließend eine deutliche Besserung einstellt.
Beobachtung
Die
Wirkungsdauer hängt vom Potenzierungsgrad ab. Je höher die Zahl,
desto länger ist die zu erwartende Wirkungsdauer. Es ist zu berücksichtigen,
dass jeder Mensch seine individuelle Reaktionsweise hat, die sich
zudem noch während der Behandlung ändern kann.
Sie
sollten sich wieder bei ihrem Arzt melden
Sie können die Behandlung unterstützen, wenn Sie sich Veränderungen, die nach Mitteleinnahme auftreten, notieren. Es ist erstaunlich, wie schnell unangenehme Dinge in Vergessenheit geraten.
Lebensweise
Förderlich
ist eine gesunde Ernährung. Eine ungesunde Lebensweise oder auch
eine schwierige Lebenssituation können die Behandlung ungünstig
beeinflussen. Es gibt Substanzen, die die Wirkung von homöopathischen
Heilmitteln herabsetzen oder aufheben können. Dazu gehören
Mittel wie Kaffee, Pfefferminz, Eukalyptus und Kampfer z.B. in
Zahnpasta, Hustenbalsam und Intimpflegemitteln. Auch Salben mit
Zink, Schwefel, Cortison oder Antibiotika sowie viele
konventionelle Arzneimittel können die Wirkung beeinträchtigen
und den Behandlungserfolg in Frage stellen, ebenso in gewissen Fällen
Röntgenuntersuchungen, Kernspintomographie oder Zahnbehandlungen.
Die Antibabypille, andere Hormonbehandlungen und sonstige
konventionelle Pharmaka können ein Problem sein, wenn sie einen
Teil der Symptomatik verschleiern.
Über
Impfungen sollten Sie sich eingehend informieren, um Risiken und
Nutzen wirklich abwägen zu können. Im Zweifelsfalle ist es am
sichersten, mit ihrem homöopathischen Arzt zu sprechen. Insbesondere scharf riechende ätherische Öle wie Kampfer und Menthol können die Wirkung homöopathischer Arzneimittel beeinträchtigen oder gar aufheben. Deswegen ist der Gebrauch herkömmlicher Zahnpasten, die in aller Regel Menthol enthalten, nicht empfehlenswert.
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